Vonnegut, Kurt: Schlachthof 5 …

Schlachthof 5
… oder der Kinderkreuzzug

Meine Rezension zu Kurt Vonneguts autobiografischen Roman
zuerst veröffentlicht unter buchgesichter.de am 01.04.2012

Ein Freund fragte mich vor einigen Wochen leicht ungläubig: Du kennst das Buch  „Slaughterhouse Five“ nicht? Das Buch in dem ein US-Amerikaner auf eigentümliche Weise seine Eindrücke vom Untergang Dresdens verarbeitete?

Kurt VONNEGUT (1922 – 2007) stammt aus einer Familie, die aus Westfalen in die USA einwanderte. Nach der Highschool meldete er sich 1943 zur US-Army. Im Jahr 1944 wurde er als Späher eingesetzt und kam im Dezember 1944 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die Gruppe wurde bis nach Dresden transportiert und dort erlebte er den 13. Februar. Diese Erlebnisse führten zu einer erbitterten Kriegsgegnerschaft, insbesondere in seinen letzten Lebensjahren in Bezug auf die Politik vom Präsident Bush (wiki)

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Maddox, David: Akis und Nibis Polarabenteuer

Um ein Kinderbuch zu schreiben, muss man es wohl erleben…

Quelle: Websseite

Sieht man einmal von diversen langfristigen Themengebieten ab, dann sind die Abenteuer der beiden Inuit – Kinder NIBI & AKI ein ziemlich langes Projekt gewesen, welches ich ein wenig enger begleiten durfte.

David Maddox und seine Frau Kathrin traf ich vor kurzem an ihrem Stand auf der Büchermesse ► SCHRIFTGUT in Dresden. Sie stellten das Kinderbuch AKIS und NIBIS POLARABENTEUER vor. Dabei erzählte mir Kathrin noch einmal persönlich, wie das alles begann.

Auf einem Seminar in London, welches beide 2011 besuchten, wurde die Aufgabe gestellt, ein Buch mit zehn Kapiteln in zehn Wochen zu schreiben.  Die Aufgabe wurde von Raymond Aaron, dem „Blueprint“ – Seminarleiter gestellt, der auch erzählte, dass er mal an einem Polarennen teilgenommen hatte. Das wurde von einem Jock Wisheart veranstaltet, der ebenfalls auf diesem Seminar zugegen war. Innerhalb von 48 Stunden, quasi auf dem Rückflug, entstanden nun zwei Projekte. Einmal ging es um die Teilnahme von David am Polarrennen und zum anderen um ein Buch mit dem „Arbeitstitel“

„Polarbeer Poo oder iss keinen gelben Schnee“

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Sempf, Mario / Zahn, Thomas: Dresden zum Gruseln

Es ist schmal das Heftchen, welches Dresdner Geschichten erzählt. Geschichten zum Gruseln. Naja, mehr oder weniger. Etwas mehr, wenn ein „Geist“ die Einleitung dazu gibt, Der Ritter Jonas Daniel, welcher des Burggrafen Kinder im Jahre 1402 von den Meißnern in Sicherheit zu bringen hatte und dabei um das Leben kam. Dieser ruhelose Geist lädt zum Rundgang durch Dresden ein.

Fünfundfünfzig Geschichten und Geschichtchen erzäht der Autor Mario Sempf über die Stadt, illustriert von Thomas Zahn, der sich der Malerei. auch dem Airbrush widmet und sich seit mehreren Jahren im mittelalterlichen Schwertkampf übt. [1]

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Goldammer, Frank: Feldwebel (1)…

… die elfte Plage

Auf dem Buchrücken steht: „zweiteiliges utopisches Epos“. Utopisch also, „Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist.“

(wiki)

Nach dem ersten Band habe ich eher ein dystopisches Gefühl, auch wenn ich noch nicht weiß, ob die „fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung“ letztlich einen negativen Ausgang für die handelnden Figuren bereithält.

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Goldammer, Frank: Tausend Teufel

 

Max Heller – Band 2

27673-Logo2BB25C325BCcherjungeMax Heller wird weiterhin gebraucht. Der Soldat des 1. Weltkrieges und danach Polizist, ist auch heute noch dabei: Bei der Volkspolizei. Im Jahr 1945 suchte er den Angstmannund verschaffte sich dabei Respekt bei denen, die in der sowjetischen Besatzungszone das Sagen hatten: den Chefs der Roten Armee und auch dem NKWD – (Народный комиссариат внутренних дел dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten (aus dem wurde 1954 der KGB gebildet).

Im Jahr 1947 sind das General Medvedev und Oberst Ovtscharov.

 

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Goldammer, Frank: Der Angstmann

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Schon einmal hat der Dresdner Frank Goldammer seine Heimatstadt als zerstörte Stadt beschrieben. Während aber FELDWEBEL sich durch eine (fast) menschenleere Stadt bewegte, und der Blogger hier den Weg ohne Stadtplan mitverfolgte, atemlos, stellt er nun fest, atemlos ist etwas Anderes. FELDWEBEL war Sience Fiction, war Fantasy, ein Genre, was Frank gern bediente…

DER ANGSTMANN. Ich gebe zu, da war ein klein wenig5fb1c-Logo2BB25C325BCcherjunge Skepsis. Was habe ich hier in den Händen? Wirklich „nur“ einen Kriminalroman, oder ist da noch etwas, etwas, das nicht von dieser Welt ist, vorhanden? Wer oder was mordet sich da durch das von Flüchtlingen überfüllte Dresden Ende 1944, Anfang 1945?

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Wittenfeld, Uwe: Ruhrspione

Quelle Tatort

Kann sich noch jemand an dieses Bild erinnern? Es ermitteln im TATORT * „UNTER BRÜDERN“ Hauptmann Fuchs (Peter Borgelt), Oberleutnant Grawe (Andreas Schmidt-Schaller), Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski (Götz George) und Kriminalhauptkommissar Christian Thanner (Eberhardt Feik). Nach erfolgreichen OST-West-Ermittlungen um Kunstraub und Staatssicherheit sind alle vier besoffen und die Ostdeutschen „zeichnen“ ihre neuen Kollegen mit Orden aus ihrem Fundus aus. In Wirklichkeit waren im Jahre 1990 auch Fuchs inzwischen KHK und Grawe KOK, aber das tut nichts zur Sache, eher ist zu vermerken, das Borgelt, George und Feik nicht mehr unter den TV-Kriminalisten weilen – leider segneten sie bereits das Zeitliche.

Doch das Thema scheint unerschöpflich…

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