Goldammer, Frank: Feldwebel (1)…

… die elfte Plage

Auf dem Buchrücken steht: „zweiteiliges utopisches Epos“. Utopisch also, „Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist.“

(wiki)

Nach dem ersten Band habe ich eher ein dystopisches Gefühl, auch wenn ich noch nicht weiß, ob die „fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung“ letztlich einen negativen Ausgang für die handelnden Figuren bereithält.

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Lockung des Lebens – Kurt Arnold Findeisen

logo-bücherjungeLockung 2Vor vielen Jahren, davon schon mehrfach die Rede bei den Buchgesichtern und in den Blogs, begeisterten mich die Bücher des Kurt Arnold Findeisen. Dies begann mir DER GOLDENE REITER UND SEIN VERHÄNGNIS (► hier) und setzte sich fort mit FLÜGEL DER MORGENRÖTE (► hier)

Vor einigen Wochen konnte ich die Findeisen-Bibliothek vervollständigen. Dazu später einmal mehr, hier soll es um ein kleines schmales Büchlein aus dem Jahre 1924 gehen. Es heißt LOCKUNG DES LEBENS, aber weder Titel noch Titelbild lassen den Leser erahnen, dass hier ein sehr musisches Buch vor ihm liegt: Drei Geschichten auf sechsundfünfzig Seiten erzählen von drei großen Komponisten.

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Wenn man zu viel und zu gerne liest (und googelt)…

Ein Video auf Facebook. Ein Typ mit Gitarre: Der mir unbekannte Sänger , bezeichnender Weise nennt er sich Thomas Lautenknecht, widmet ein Lied einer gemeinsamen Bekannten, der Verlegerin Katharina Salomo von Salomo Publishing, Mitbegründerin von Shakespeares Enkeln. Das Lied passt zu mir, der Hintergrund, daher der Hinweis auf  „googeln“, ist ernst und interessant, bringt Unbekanntes nahe und Bekanntes in die Erinnerung zurück…

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Shakespeare´s Werke für seine Enkel

Shakespare WerkeDas war ein toller Fund bei audible:

Zwanzig Dramen und Kommödien – Shakespeare kurz und bündig.

Gesprochen von Jürgen Fritsche, ein Hörvergnügen von 12 Stunden und 54 Minuten. Einfach genial. Warum? Nicht nur, dass man die klassischen Werke erzählt bekommt: Der Text wird so vorgetragen, dass Shakespeares Sprache in der deutschen Übersetzung klassisch zu Geltung kommt.

So manch bekanntes Drama erkennt man wieder, wenn bestimmte Textstellen aus dem eigentlichen Stück wenn auch knapp verwendet werden.

Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche…

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Auf zu den Indianern…

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… hieß es an diesem Wochenende. In jedem Frühjahr finden die Karl-May-Festtage (Festspiele gibt es an woanders) in Radebeul statt, Der Lößnitzdackel kurft durch das Tal unterhalb der Weinberge, Amerikaner aus dem 19. Jahrhundert werden im Laufe des Tages immer mehr gesehen und der unvermeidliche Sonnenschirm ehrbarer Damen war trotz vieler schattiger Plätze notwendiges Mitbringsel.

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Das Motto lautete in diesem Jahr Winnteou – Häuptling der Apatschen. Wer mich kennt weiß, dass ich mit diesen Abenteuern des „großen sächsischen Lügenboldes“ (Hermann Kant – Die Aula) nicht viel am Hut habe, aber diesmal waren erstmals echte Apatschen vor Ort im Lößnitztal.

Mich zog es natürlich zu den Indianern. Eine gute Bekannte von diversen Buchmessen moderierte stundenlang Auftritte von Angehörigen sehr verschiedener indigener Völker. Kerstin Groeper, Autorin vieler Indianerbücher vom Traumfängerverlag war die richtige Person dafür. Zuerst einmal erzählten und tanzten Oglala-Lakota aus South Dakota. Auf den dortigen Reservationen leben die Menschen in ziemlicher Armut und doch pflegen sie ihre Kultur und entwickeln sie weiter. Wir bekommen einen Einblick in Kultur und vor allem die heutige Tanzkultur, die auf den Pow Wow ausgeübt wird.

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Die White Mountain Apatschi Tribe kamen ein wenig „wild“ daher. So tanzten sie auch und Kerstin gab sich alle Mühe die vielen am Rand der Bühne sitzenden kleineren Kinder zu beruhigen. Aber alle Gruppen hatten auch ein paar Einlagen für die jüngsten (und älteren Fans) parat. Einige Gruppen zeigten auch teils spirituelle Dinge, bei Gebeten bat Kerstin darum keine Bilder zu machen.

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Als sehr interessant und sehenswert empfand ich die Tänzer der Kwakkwaka´wakw Nation. Sie leben im Nordwesten Kanadas. Die Kultur und Tänze waren auch in Kanada jahrzehntelang verboten und wurde trotzdem immer vom Häuptling auf die Nachfolger weitergegeben. Mich erinnerten die Maskentänze und die Art der Musik ein wenig an das japanische Kabuki-Theater. Sehr schön anzusehen waren die Kostüme der Tänzer. Ein „Monster“ sammelt und frisst Meeresfrüchte am Strand, ein anderes Wesen sammelt Kinder ein und frisst sie dann auf. Ein kleiner Junge verstand Englisch und erklärte lautstark was er da gerade gehört hatte. Kerstin hatte diesmal also nicht so viel zu tun.

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Von der Tsimhain – Nation kam Ed E. Bryant nach Radebeul und bot ebenfalls Lieder und Tänze seines Volkes. Auch dieses lebt im Nordosten Kanadas. Er zeigte den Zuschauern und lies sie dann auch mitmachen, wie sich der Adler, der Orka, der Wolf und der Rabe bewegen. Selbst gehört er zum Clan der Raben, weil seine Mutter aus dieser Familie stammt.

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Das war ein schöner und interessanter Nachmittag. Auf dem Rückweg hielt ich für ein längeres Gespräch an einem Stand des Vereins Tokata (Zukunft), der sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen indigener Völker einsetzt. Wir sprachen über alles mögliche, weil die Bücher des Traumfänger-Verlages und des Palisander-Verlages neben diversen anderen Flyern lagen. So kam ich doch noch zu einem Buch, der Autobiografie Mitch Walking Elk: Ich werde mich niemals ergeben, einem Aktivisten des American Indian Mouvement.

Tokata – LPSG Rhein/Main e.V. setzt sich unter anderem für die Freilassung von Leonard Peltier ein, das WINTERPROJEKT von Andrea Zwack sammelt über dem Förderverein für bedrohte Völker Geld für Heizkosten auf der Oglala Reservation Pine Ridge ein und One Spirit Deutschland e.V. unterstützt ebenfalls Lakota mit verschiedenen Programmen zum Beispiel für Jugendliche oder indigene Künstler.

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Da in der Mitte findet sich am Ende doch noch ein Buch von Karl May, dessen Bücher an vielen Ständen, oft auch antiquarisch angeboten werden. Dieses hier war mit einer Spende verbunden.

Es war ein schöner Tag in schönster Umgebung.

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© Der Bücherjunge

Artikel 13

https://www.travel.chamy.at/2019/03/artikel-13-ist-fix-was-das-fur-uns.html?

Hier erklärt Carmen Hellreich auf ihrem Reiseblog sehr anschaulich, was es mit dem Artikel 13 so auf sich hat und was der auch für Blogger für Wirkungen haben kann.

https://www.reisen-fotografie.de/sind-wir-blogger-eigentlich-vom-artikel-13-betroffen/

Auch dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema, dabei geht es um das Einbinden von anderen Inhalten in den eigenen Blog.

Vielen Dank an die Verfasser für die Mühe.

Lest doch mal rein.

Der Bücherjunge

Literatur – Recherche

Freundlicherweise half in Instagram-User namens dessau 45 bei der Literatur-Recherche und fand folgende historisch eindeutig einzuordnende Quelle:

»Da habt ihr die Bescherung!« rief er zornig. »Jetzt schtecken wir in der Patsche, grad wie Pythagoras im Fasse!« »Das war wohl Diogenes,« verbesserte Sam. »Schweig!« fuhr ihn Frank an. »Was verschtehst du von Diogenes! Das is der Zwerg beim Heidelberger Fasse. Ich aber meene dasjenige Faß, in welchem Pythagoras schteckte, als der große Georginenzüchter Galilei zu ihm kam und ihn bat: ‚Karo, Karo, gib mir meinen Leviathan wieder!‘ Als guter Deutscher mußt du wissen, daß das kurz nach der Schlacht im Teutoburger Walde geschah, wo Dschingis Khan dem General Moreau alle beede Beene wegschießen ließ. Das eene flog nach Blasewitz, wo es die berühmte Gustel von Blasewitz in der Nähe von Wallensteens Lager fand, und das andre nach Loschwitz ins Schillerhäuschen, wo Schiller grad damals seinen Trompeter von Sigmaringen dichtete. Er und die Gustel haben nachher die Beene zusammengetragen und oberhalb Dresden bei Räcknitz unter vier Linden begraben. Ich bin selbst dort gewesen und habe das Denkmal, welches off seine Beene gesetzt worden is, mit meinen eegenen zwee Oogen gesehen. Is das nich Beweis genug? Willst du nu noch immer mit mir schtreiten?«»Nein,« lachte Sam.

[Karl Mays Werke: Der Oelprinz, S. 348. Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke, S. 40179 (vgl. KMW-III.6-247:20, S. 272)]

Das gerade der Hobble Frank solch erschöpfende und grundlegende Kenntnisse der Antike und der neueren Geschichte aufweist, hatte ich etwas verdrängt…

© Bücherjunge